Nachlass
Annemarie Scherer-Haßdenteufel
1910–1990 · St. Wendel, Saarland
Textil · Papierarbeiten · Malerei · Collage · Zeichnung
Vom Textildesign zur freien abstrakten Kunst — eine Entwicklung in Übergängen. Gewebe wird Fläche, Fläche wird Raum. Scherer-Haßdenteufel dachte in Strukturen, lange bevor sie in Bildern dachte; das Bauhaus klingt nach, nie als Zitat, eher als Haltung.
Werkgruppen
- 01
Textildesign
1928–1945 · Textil, Gewebe
Frühe angewandte Arbeiten. Entwürfe, Gewebestrukturen, das genaue Studium von Schuss und Kette — eine Schule des Sehens, die später alles trägt.



- 02
Freie Zeichnungen
1945–1965 · Papier, Tusche, Bleistift
Das Gewebe löst sich von der Funktion. Linien suchen, tasten, wiederholen sich. Aus Ordnung wird Bewegung.



- 03
Malerei
1965–1975 · Öl und Acryl auf Leinwand
Farbe tritt hinzu. Die Fläche wird zum eigenen Thema — strukturiert, geschichtet, nie laut.



- 04
Collagen
1970–1990 · Papier, Mischtechnik
Zurück zum Material. Geschnitten, geschichtet, verklebt — das Textile kehrt als Geste wieder.



- 05
Abstrakte Landschaften
1970–1990 · Malerei auf Papier
Spätwerk. Fläche wird Raum, Struktur wird Stimmung. Landschaft ohne Horizont.



Dokumentationsstatus
- Werkverzeichnis
- in Arbeit
- Provenienz
- teilweise
- Archiv
- vorhanden
- Fotografie
- teilweise
- Publikationen
- vorhanden
- Ausstellungen
- vorhanden
Forschungsfragen
- —Wie wirkt das Bauhaus-Erbe in einem Werk nach, das nie zur Schule gehörte?
- —Wo endet der Textilentwurf, wo beginnt die freie Kunst — und lässt sich diese Grenze überhaupt ziehen?
- —Welchen Platz nimmt eine regionale Künstlerin der Nachkriegszeit in einer überregionalen Kunstgeschichte ein?
Schlagwörter
- Bauhaus-Nachwirkungen
- Saarland
- Nachkriegszeit
- Papierarbeiten
- Textilkunst
